Auszüge aus alten Protokollen - FFW Oerrel

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Auszüge aus alten Protokollen

- Geschichte
  Auszüge aus den Protokollen des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr Oerrel
Bei den Sitzungen des Ortskommandos, den Jahreshauptversammlungen (JHV) oder bei Mitgliederversammlungen der Freiwilligen Feuerwehr Oerrel wurden wichtige Beschlüsse oder Ereignisse in Protokollen festgehalten. Nachfolgend einige Auszüge aus Protokollen der Jahre 1955 bis 1995.

Jahreshauptversammlung 10.03.1956:
Erstmals wird der Wunsch nach einem Feuerwehrfahrzeug im Protokoll festgehalten.

Am 22.05.1956 wird als erstes Feuerwehrfahrzeug ein LF 8 übergeben.

Protokollauszüge der JHV vom 27.02.1959:
Gemeindebrandmeister Pötter: Nicht zu Lasten der Kassierer, wohl aber der Mitglieder, war festgestellt worden, daß die Kasse einen Punkt hatte, der hier angesprochen werden musste. Bitte zahlt Eure Beiträge pünktlich und regelmäßig.

Auch ein wesentlicher Faktor ist in der Wehr der Diensteifer, der doch verschiedentlich nachgelassen hat. So war z.B. der Einsatz der Wehr beim Großbrand in Oerrel am 02. Februar 1959 nicht gerade befriedigend, viele Mängel müssen kritisiert werden.

17.09.1959 - Mitgliederversammlung:
Auf dieser Mitgliederversammlung wird auch die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs (TLF) erstmals diskutiert. Vom Bürgermeister und vom Gemeindebrandmeister wurde auch ein Tankanhänger in Erwägung gezogen.

Gemeindebrandmeister Pötter sagt auf dieser Versammlung:
Im Erlass des Innenministers wird der Neubau und Ausbau von Feuerwehrgerätehäusern gefordert. Es wurde festgestellt, daß das Gerätehaus nach dem Bebauungsplan der Gemeinde (Oerrel) abgerissen werden müßte und somit wird ein Neubau für die Gemeinde an einer anderen Stelle notwendig.

11.03.1960:
Auf der JHV gibt es eine erneute Diskussion darüber, ob ein Tanklöschfahrzeug oder ein Tankanhänger angeschafft werden soll. Es wird angeregt, ein Tanklöschfahrzeug zu kaufen.

15.09.1960:
Mitgliederversammlung:
Bürgermeister Helms erklärt, dass das Tanklöschfahrzeug bestellt sei. Es werde schon bald ausgeliefert.

Außerdem wird auf dieser Versammlung beschlossen, dass die Arbeit des Kassenwartes aufgeteilt werden soll. Künftig gibt es den Kassenwart als Hauptkassierer und einen Außenkassierer. Kamerad Helmut Hominski wird zum Außenkassierer gewählt.

20.12.1960:
Das Tanklöschfahrzeug wird von der Gemeinde Oerrel an die Feuerwehr übergeben. Dabei war auch Oberkreisdirektor Bachmann anwesend. Im Anschluss an die Übergabe waren alle Kameraden und die Gäste zu einem gemeinsamen Essen geladen.

Außerdem wurden im Jahre 1960 durch die Gemeinde Oerrel erstmals Kombis für den Einsatz und den Arbeitsdienst beschafft.

23.01.1961:
In einem Brief der Feuerwehr vom heutigen Tage werden alle männlichen Gemeindemitglieder in Oerrel gebeten, doch zu überlegen, ob sie nicht in die Feuerwehr eintreten wollen.

25.01.1961:
Auf der JHV erklärt Kreisbrandmeister Klausing: “Der alte Grundsatz ´EINER FÜR ALLE - ALLE FÜR EINEN´ ist und bleibt der Wahlspruch der Feuerwehren“.

03.11.1961:
Mitgliederversammlung / Beschlüsse:
Der Kameradschaftsabend muss verschoben werden, da Bürgermeister Helms schwer erkrankt ist. Da das Jugendheim abgerissen wurde, findet die Weihnachtsfeier in einem Raum im Lager statt. (Anmerkung.: Mit “Lager” wurde das Gelände der ehemaligen “Muna Oerrel” bezeichnet.)

21.02.1962:
Auf einer kurzfristig einberufenen außerordentlichen Versammlung wurde der Beschluss gefasst: Der Kameradschaftsabend am 24.02.1962 fällt wegen der Sturmflutkatastrophe und der damit verbundenen Landestrauer aus. Ein neuer Termin ist für den Herbst vorgesehen.

01.03.1962:
JHV - Rückblick auf das Jahr 1961:
Keine Einsätze gehabt.
Bekanntmachung: Ab sofort sollen die Schläuche nicht mehr im Feuerwachturm in Oerrel zum Trocknen aufgehängt werden, da dies zu viel Lärm verursacht, wodurch das ganze Dorf belästigt wird. Es sollen jetzt immer so viel Schläuche nass gemacht werden, daß sich eine Fahrt nach Soltau zur Schlauchpflegerei lohnt.

16.02.1963:
JHV - Rückblick auf 1962:
Außer zwei Einsätzen wurde 1962 eine Einsatzübung in Oerrel an der Bürgermeisterei durchgeführt. Neben der Feuerwehr aus Oerrel haben die Wehren aus Trauen, Munster und Breloh teilgenommen.
Erich Pötter wird als Gemeindebrandmeister wiedergewählt.

21.01.1964:
JHV - Rückblick auf 1963:
Sieben Einsätze (Wald- und Heidebrände) Tanklöschfahrzeug hat sich bewährt.
Baubeginn des Gerätehauses wird angekündigt.

28.04.1965:
Erste Kommandositzung im neuerrichteten Schulungsraum.
Beschluss: Kauf einer TS Bachert

28.05.1965:
Übergabe der TS Bachert an die Feuerwehr

17.03.1967:
Auf der JHV wurde folgendes über das Jahr 1966 berichtet:
Einweihung der Zisterne auf dem Hof Kohlmeyer in Kohlenbissen. Drei Stunden wurden für die Befüllung benötigt. Mit tatkräftiger Unterstützung durch den Oerreler Ordnungshüter Otto Klenner.

Winter 67/68:
Die Sirene musste durch Arno Teske mit dem Schraubenzieher mehrfach vom Eis befreit werden, damit sie einsatzfähig war. Anmerkung: Dies kam in den 60-iger Jahren in Wintern mit starkem Frost des Öfteren vor.

01.03.1968:
JHV: Bericht über das Jahr 1967:
  • 21.05.1967: Kreiswettkämpfen in Oerrel
  • 04.08.1967: Löschübung in Brambostel (“alle Jahre wieder” heißt es dazu im Protokoll);
  • 16.09.1967: DRK-Übung in Oerrel mit Beteiligung der Feuerwehr Oerrel;
  • 09.10.1967: Kameradschaftsabend - dazu wurde vermerkt: “Zwei Mann müssen schon traditionell am nächsten Tag zur Kreisbereitschaftsübung und dürfen daher keinen Alkohol trinken”.

Auszug aus dem Protokoll der JHV vom 06.03.1969
Über Brandeinsätze 1968 heißt es dort:
(...,) so am 15.03.1968 als nach Dienstschluss die Wehr noch ohne Alarmierung zum ´Sechs-Familienwohnhaus´ der Ausländer gerufen wurde. Ein total verstopfter Ofen, der Glutstücke in das Zimmer verpuffte, war der Anlass. Die Männer konnten nur mit Schaufeln und Harken die Lumpen, die in der Nähe des Ofens lagen, entfernen und den Gefahrenherd beseitigen. Es bestand die Gefahr, sich kleine Tierchen aufzulesen.

13.02.1970:
Hans Arlt wird auf der JHV zum Ehrenmitglied gewählt.

04.03.1977:
Auf der JHV wird beschlossen, dass erstmals am 09.04.1977 ein Osterfeuer in Oerrel stattfinden soll.

14.12.1977:
Gemeindebrandmeister Erich Pötter gestorben

17.12.1977:
Beisetzung von Erich Pötter auf dem Oerreler Friedhof. Die an diesem Tag im Dienstplan vorgesehene Weihnachtsfeier fällt aus.

30.12.1979:
Bundespräsident Karl Carstens wandert durch Oerrel. Rast in der Schule (heute Jugendwaldheim). Feuerwehrleute helfen bei der Organisation und Bewirtung.

03.04.1991:
Ehrenmitglied Johannes Arlt gestorben

06.11.1992:
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird beschlossen, dass Karl-Heinz Wisniewski als Gründungsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oerrel zum Ehrenmitglied ernannt werden soll.
Außerdem wird entschieden, dass ab 1994 kein Osterfeuer mehr abgebrannt wird.

JHV 1996: Rückblick auf 1995
30 Einsätze, u.a. wegen vieler Nachlöscharbeiten beim großen Waldbrand zwischen Dethlingen und Kohlenbissen. Dafür wurden insgesamt 3.032 Arbeitsstunden in einer Woche geleistet.
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