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12. August 1995
An diesem schönen heißen Sommertag feierte die Ortsfeuerwehr Munster ihr alljährliches Weinfest auf dem Marktplatz vorm Rathaus, als am Nachmittag um 15:49 Uhr gleichzeitig die Ortsfeuerwehren Oerrel und Munster durch die Feuerwehreinsatzleitstelle in Soltau alarmiert und nach Dethlingen in Marsch gesetzt wurden. Kurze Zeit später wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert, da sich das Feuer aufgrund der großen Trockenheit schnell ausbreitete. Letztendlich standen ca. 150 Hektar Kiefernwald in Flammen.  
Am Ende dieses Tages waren insgesamt 350 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Soltau-Fallingbostel (heute Heidekreis) und den Nachbarlandkreisen Uelzen, Lüneburg und Celle mit 65 Löschfahrzeugen im Einsatz. Außerdem waren 80 Soldaten vor Ort sowie vier Löschhubschrauber, fünf Bergepanzer und drei Radlader der Bundeswehr sowie 50 Helferinnen und Helfer das Deutsche Rote Kreuzes mit acht Fahrzeugen.  
Mit vereinten Kräften gelang es, den Vollbrand gegen 19:30 Uhr unter Kontrolle zu bringen. Doch waren die Einsatzkräfte noch bis in die Nacht hinein damit beschäftigt, Glutnester abzulöschen. Für die Ortsfeuerwehren Oerrel und Trauen endete der Einsatz sogar erst nach fast einer Woche, da sich die Nachlöscharbeiten in dem moorigen Gelände noch bis zum Freitag hinzogen.  
Unter unserer Rubrik Geschichte / Es stand in der Zeitung Teil II / können die Zeitungsberichte von damals unter dem Datum 14.08.1995 nachgelesen werden.
Beim Waldbrand in Dethlingen konnte eine größere Katastrophe verhindert werden. Dabei wurden aber Erinnerungen an die große Waldbrandbrandkatastrophe wachgerufen, die sich in diesen Tagen vor genau 20 Jahren wenige Kilometer weiter südlich im Landkreis  Celle zugetragen hatte.  

8. bis 18 August 1975  
Waldbrandkatastrophe in der Lüneburger Heide und im Wendland
Bedingt durch eine langanhaltende Trockenheit und Temperaturen von über 30 Grad kam es in diesen Tagen in der Lüneburger Heide immer wieder zu kleineren und größeren Waldbränden. Diese fanden durch das trockene Unterholz und vieler Orts noch nicht vollständig aufgearbeitete und beseitigte Sturmholz des Orkans vom 13. November 1972 zusätzliche Nahrung. Außerdem waren die Brandstellen dadurch oftmals nicht oder nur sehr schwer erreichbar.
Am Freitag, den 8. August 1975, brach gegen 15:00 Uhr im Landkreis Gifhorn ein Flächenbrand aus, der sich schnell auf mehrere Quadratkilometer ausbreitete. Damit begann eine der größten Brandkatastrophen Deutschlands. Noch am gleichen Tag erlitten zwei Feuerwehrmänner schwere Brandverletzungen, als ihr Feuerwehrfahrzeug von einer Feuerwalze überrollt wurde.  
Am 9. August 1975 entwickelte sich aus einem Feuer im Raum Unterlüß/Schmarbeck einer der vielen Brandherde im Landkreis Celle.  
In den Mittagsstunden des 10. August 1975 brannte es dann zwischen Eschede und Oldendorf. Dieses Feuer breitete sich sehr schnell aus, so dass es von den vor Ort befindlichen Einsatzkräften nicht mehr eingedämmt werden konnte.  
Ebenfalls am 10. August 1975 brach an der B 188 bei Meinersen ein weiteres Feuer aus, das sich in Richtung dieses Ortes ausbreitete, dann aber kurz vor dem Ort gestoppt werden konnte. Als sich dann der Wind plötzlich drehte, wurden die 20 m hohen Flammen in eine andere Richtung getrieben. Dadurch wurde einem Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Wolfsburg-Fallersleben der Fluchtweg abgeschnitten, das dann von den Flammen eingeschlossen war. Fünf Kameraden aus Fallersleben und Hohenhameln konnten nicht mehr aus dem Inferno gerettet werden und kamen dabei auf tragische Weise ums Leben. An der Unglücksstelle erinnert heute ein Gedenkstein an diese fünf Kameraden.
Am 12. August 1975 brach in den Mittagsstunden bei Gorleben im Wendland ein weiteres Großfeuer aus, das nur unter schwierigen Bedingungen bekämpft werden konnte.  
Bereits zwei Tage vorher, am 10. August 1975, stellte der Lüneburger Regierungspräsident den Katastrophenfall fest, der erst am 18. August 1975 wieder aufgehoben wurde.
Ausführliche Informationen über diese dramatischen Tage können unter folgenden Links nachgelesen werden:  

wikipedia.org                       www.feuerwehrmagazin.de

Zusätzliches Bild- und Videomaterial über diese Brandkatastrophe ist unter folgenden Links abrufbar:

www.ndr.de                         www.youtube.com

Doch waren es nicht nur Waldbrände, die im August die Menschen in unserer Region gefährdeten und große Schäden angerichtet haben. In anderen Jahren waren es Wasser und Wind, die zu katastrophalen Notlagen geführt und die Feuerwehren in Atem gehalten haben.

12. bis 26. August 2002
Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe an der Elbe und anderen Flüssen
Nachdem es in den Alpen und in Bayern bereits seit dem 10. August starke Niederschläge gab, die bis zum 12. August anhielten, verlagerte sich das Regengebiet nur sehr langsam nordwärts. Am 12./13. August fielen im Erzgebirge in 24 Stunden 312 mm Regen auf den Quadratmeter. Da es bereits Tage vorher geregnet hatte, konnte der Boden das viele Wasser nicht mehr aufnehmen. Dadurch schwollen die Nebenflüsse der Elbe dramatisch an. Die Wassermaßen rissen alles mit, was ihnen im Weg stand. Neben vielen kleineren Orten in Sachsen, war auch Dresden sehr stark betroffen. Am 12./13. August traf das Hochwasser der Weißeritz die Stadt, so dass dort Katastrophenalarm ausgelöst wurde, als Hauptbahnhof, Semper Oper und Zwinger überflutet wurden. Am 16. und 17. August 2002 erreichte dann das noch höhere Hochwasser der Elbe die Stadt.
In den folgenden Tagen bewegte sich das Hochwasser der Elbe dann immer weiter nordwärts, wobei weiterhin Dörfer und Städte von den Wassermassen bedroht wurden. Durch die Nebenflüsse der Elbe kam immer mehr Wasser hinzu, so dass die Gefahr bestand, dass die Deiche den Wassermassen nicht standhielten oder überflutet wurden. Mancherorts wurden sie aber auch gesprengt, um das Wasser in weniger gefährdete Gebiete abzuleiten.  
Zwischenzeitlich hatte sich das Tiefdruckgebiet mit den heftigen Niederschlägen weiter nach Osten verlagert, so dass die Regenfälle aufhörten und nach dem 13.08.2002 kein Wasser mehr von oben nachkam. Die Gefahr durch die Flutwelle blieb aber bestehen bis jeweils der Scheitel des Hochwasser erreicht war.  
Am 21. August 2002 erreichte das Hochwasser der Elbe Niedersachsen. In den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg wurde bereits am 18. August 2002 Katastrophenalarm ausgelöst, so dass sich hier die Einsatzkräfte rechtzeitig auf das eintreffende Hochwasser vorbereiten konnten. Durch rechtzeitige Deichverstärkung und Deicherhöhung sowie weitere Schutzmaßnahmen konnte in Niedersachsen Schlimmeres verhindert werden. Aus ganz Niedersachsen und darüber hinaus waren Feuerwehren und das THW sowie andere Hilfsorganisationen und die Bundeswehr im Einsatz. Auch die Freiwillige Feuerwehr Oerrel war im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord des Heidekreises vor Ort.  
Der Einsatz in Norddeutschland erfolgte bei schönstem Sommerwetter und hochsommerlichen Temperaturen, so dass die Einsatzkräfte hier auch mit den dadurch bedingten Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. So waren Mineralwasser und Mückenschutzmittel bei den Einsatzkräften heiß begehrt.  
Ab dem 26. August 2002 wurde der Katastrophenalarm entlang der Elbe nach und nach aufgehoben  
Ausführliche Informationen über das Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002 können unter folgendem Link nachgelesen werden.


Bild und Videomaterial über das Jahrhunderthochwasser 2002 sind unter den nachfolgenden Links zu finden.

www.ndr.de                          www.planet-wissen.de

25. August 1956  
Ein orkanartiger Sturm wütet über Deutschland
Am Samstag, den 25. August 1956, fegte ein Sturm mit orkanartigen Böen über große Teile Deutschlands hinweg. Besonders stark betroffen waren große Teile Norddeutschlands. So wurden am Flughafen Hannover Böen mit einer Spitzengeschwindigkeit von 117 km/h gemessen, was Windstärke 11 entspricht. Da die Laubbäume ihr volles Blätterkleid hatten, stürzten diese reihenweise um bzw. brachen ab, wodurch nicht nur verheerende Schäden angerichtet wurden, sondern allein in Niedersachsen 15 Menschen ihr Leben verloren und mindestens 80 schwer verletzt wurden. In Westdeutschland, dem damaligen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, kamen laut Zeitungsberichten durch diesen Sturm insgesamt 24 Menschen ums Leben und mindestens 160 wurden zum Teil schwer verletzt.  
Am 27. August 1956 berichtete das Hamburger Abendblatt ausführlich über diesen Sturm. Danach sah es in der Stadt Lüneburg abends wie nach einem Bombenangriff aus. Mannsdicke Bäume waren wie Streichhölzer umgeknickt.  
Die Bundesstraße 3 war zwischen Bergen und Soltau wegen zahlreicher umgestürzter Bäume nicht mehr passierbar.  
In der Eilenriede in Hannover wurden mehr als zweitausend wertvolle Bäume durch die Gewalt des Sturmes umgeknickt. Als wäre dort ein Tornado durchgezogen.  
Mehr als 20.00 Mann von Bundeswehr, Bundesgrenzschutz, Polizei, Feuerwehr und THW waren an diesem Tag im Einsatz.  
Dieser Sturm hat auch in Oerrel zum Einsatz der Feuerwehr geführt, wie aus Protokollen aus dieser Zeit hervorgeht. Allerdings sind darin keine größeren Schäden erwähnt worden. Auszüge aus den Protokollen von damals können unter unserer Rubrik Geschichte / Aus alten Protokollen / unter dem Jahr 1956 nachgelesen werden.  
Der Artikel des Hamburger Abendblattes vom 27.08.1956 ist unter dem nachfolgenden Link zu finden. Allerdings fehlen darin einige Textteile, andere werden etwas unterbrochen dargestellt. Dennoch ist dieser Augenzeugenbericht ein lesenswertes Dokument.  


28. August 1955  
Ein schweres Unwetter zieht über Norddeutschland
Ein Jahr vorher zog fast auf den Tag genau ein anderes Unwetter über Norddeutschland hinweg. Nachdem sich bereits einen Tag vorher, am 27.08.1955, heftige Gewitter über Westfalen und Nordhessen ausgetobt hatten, traf die Gewitterfront am Mittag des 28. August 1955 Norddeutschland. In Niedersachsen zog die Unwetterfront vom Emsland aus über Bremen bis nach Hamburg. Außerdem tobte es sich besonders heftig in den südlich von Hannover gelegenen Landkreisen aus. Im heutigen Heidekreis waren von diesem Unwetter der damalige Landkreis Fallingbostel und im damaligen Landkreis Soltau die Region um Schneverdingen betroffen. An Oerrel ist das Gewitter vermutlich ohne größere Auswirkungen vorbeigezogen.  
Informationen über dieses Unwetter und über den Einsatz der damals noch völlig unzureichend ausgerüsteten Feuerwehren sind unter diesem Link zu finden:  


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