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Der 18. Juli ist ein weiterer Schicksalstag, an dem die Heideregion sogar gleich zweimal schwer getroffen wurde.

Das erste Ereignis begann bereits zwei Tage vorher und erreichte am 18. Juli 2002 seinen Höhepunkt.  

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte im Zeitraum vom 16. bis 18. Juli 2002 für große Teile Norddeutschlands extreme Niederschläge gemessen und als Extremereignisse festgehalten. In dem entsprechenden Bericht, der über den nachfolgenden Link in der vollständigen Fassung nachgelesen werden kann, ist für den 17. Juli 2002 folgendes festgehalten:

Am 17.07.2002 erstreckte sich über weite Teile des Weser- und Elbe-Einzugsgebietes ein Starkniederschlagsfeld mit Dauerregen, der verbreitet zu mehr als 100 mm/Tag und örtlich zu maximalen Niederschlagshöhen bis 155 mm/Tag führte. Tageswerte der Niederschlagshöhe dieser Größenordnung werden dort seltener als einmal in 100 Jahren erreicht. Zeitweilig wurden Niederschlagsintensitäten von mehr als 35 mm/Stunde verzeichnet.


Davon betroffen war unter anderem auch der nördliche Heidekreis (damals noch: Landkreis Soltau-Fallingbostel), wobei die Stadt Soltau besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Durch die stark angestiegene Böhme wirkte sich das Hochwasser später dann auch in Dorfmark aus. Die Wetterstation Soltau registrierte für den 17. Juli 2002 insgesamt 65 Liter pro Quadratmeter und für den 18. Juli 2002 noch einmal 50,7 Liter je qm.  

„Keine Zeit. Wir saufen hier wirklich ab“ überschrieb die Walsroder Zeitung ihren Bericht über das Hochwasserereignis in Soltau und zitierte dabei einen Anruf in der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle in Soltau am 17.07.2002.

Der Heide-Kurier berichtete in seiner Sonntags-Ausgabe vom 21. Juli 2002 zusammenfassend über das Hochwasser unter der Titelschlagzeile: Sintflutartiger Regen:  „Land unter“ in Soltau.
  















© Heide-Kurier
Am 18. Juli 2002 war auch die Ortsfeuerwehr Oerrel im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord beim Hochwasser in Soltau im Einsatz, um Sandsäcke zu befüllen.

Noch dramatischer war das Ereignis am 18. Juli 1976, als nahe der Ortschaft Erbstorf bei Lüneburg ein Leck zum Bruch des erst 33 Tage vorher eröffneten Elbe-Seiten-Kanasl und damit zur Auslösung des Katastrophenfalls im Landkreis Lüneburg führte. 15 Quadratkilometer Land wurden damals überschwemmt. Eine noch größere Katastrophe konnte nur mühsam verhindert werden, in dem mit Hilfe eines quer gestellten Schiffs und mehrerer Bergepanzer, die neben dem Schiff in den Kanal gefahren wurden, versucht wurde, das weitere Auslaufen des Wassers aus dem Kanalbett zu verhindern.


Neben den örtlichen Feuerwehren der Region beteiligen sich das Technische Hilfswerk (THW), das Rote Kreuz (DRK), die Bundeswehr und der Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei) an den Rettungsarbeiten. (Anmerkung: Die FF Oerrel war hier nicht im Einsatz gewesen.)

Ausführliche Informationen über diese Katastrophe können unter dem nachfolgenden Link nachgelesen werden:


Informationen zum Dammbruch sowie allgemeine Informationen zum Elbe-Seiten-Kanal sind unter dem folgendem Link zu finden:



  
Bevor wir unseren „Rundgang“ fortsetzen kehren wir noch einmal in unser eigenes Feuerwehrhaus zurück. Dort hängen im Kommandoraum mehrere Fotos vom bisher größten und längsten Einsatz unserer Ortsfeuerwehr. Diese, von unserem Kameraden Rolf Sund aufgenommene Fotos, zu denen auch das hier gezeigt gehört, entstanden am:
  















© Rolf Sund
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